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Krankenversicherung · Selbstständige

Private Krankenversicherung für Selbstständige: Was du wirklich zahlst

Alle glauben, die private Krankenversicherung lohnt sich nur für Reiche. Die Zahlen sagen etwas anderes – und der Denkfehler steckt schon in der Frage.

Sobald du selbstständig bist, ändert sich der Blickwinkel auf die Krankenversicherung grundlegend. In der Anstellung zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags. Selbstständige tragen ihn vollständig allein. Wer das nicht einrechnet, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Was die gesetzliche Krankenkasse von Selbstständigen verlangt

In der gesetzlichen Krankenversicherung bemisst sich dein Beitrag am Einkommen, bis zu einer Obergrenze. Wer darüber liegt, zahlt den Höchstbeitrag. Als Selbstständiger ohne Arbeitgeberzuschuss übernimmst du beide Anteile vollständig allein.

Das bedeutet in der Praxis: Selbstständige mit stabilem Einkommen zahlen in der GKV schnell über 900 Euro im Monat, unabhängig davon, wie oft sie zum Arzt gehen oder wie gesund sie leben. Du zahlst für das System, nicht für deine Gesundheit.

Ein Modellfall macht den Unterschied deutlich. Max, 36 Jahre, selbstständiger IT-Berater, Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze: In der GKV liegt sein Beitrag am Höchstsatz, inklusive Pflegeversicherung über 1.000 Euro monatlich. In der PKV kann er je nach Gesundheitszustand und gewählten Leistungen deutlich weniger zahlen, bei einem anderen Leistungsniveau. Die Frage ist nicht, ob er sich die PKV leisten kann. Die Frage ist, ob er sich die GKV leisten will.

Wie die PKV rechnet

Die private Krankenversicherung arbeitet nach einer anderen Logik. Dein Beitrag hängt nicht vom Einkommen ab, sondern von drei Faktoren:

  • deinem Gesundheitszustand beim Eintritt
  • deinem Alter beim Wechsel
  • den Leistungen, die du dir sicherst

Wer jung und gesund in die PKV einsteigt, zahlt dauerhaft niedrigere Beiträge als jemand, der erst mit 50 wechselt, selbst wenn beide das gleiche Einkommen haben. Der Zeitpunkt entscheidet mehr als das Gehalt.

Für wen lohnt sich die PKV oft

  • Selbstständige mit stabilem Einkommen, die dauerhaft kein Angestelltenverhältnis anstreben
  • Angestellte, deren Einkommen dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze liegt
  • Menschen, die jung und in guter gesundheitlicher Verfassung einsteigen
  • Alle, denen ein höheres Leistungsniveau bei Arzt und Facharzt wichtig ist

Die ehrliche Kehrseite

PKV ist kein Selbstläufer. Im Alter können die Beiträge steigen, und Familienangehörige sind nicht automatisch mitversichert. Wer seine Familie mitversichern muss oder im Alter mit knappem Budget rechnet, fährt gesetzlich manchmal besser. Es gibt keine universelle Antwort, nur die richtige Antwort für deinen Fall.

Das gilt für beide Seiten. Ich rate dir weder zur PKV noch gegen sie, bevor wir nicht deine Situation konkret durchgerechnet haben. Es geht nicht um das System, es geht darum, was für dich in zehn, zwanzig und dreißig Jahren funktioniert.

Was jetzt sinnvoll ist

Der häufigste Fehler ist das Warten. Wer sich mit 35 das erste Mal ernsthaft mit dem Thema befasst, hat noch gute Optionen. Wer mit 50 anfängt, hat sie auch noch, aber weniger davon.

Ein erstes Gespräch zu dem Thema bedeutet keine Entscheidung. Es bedeutet, dass du weißt, was dich eine fundierte Wahl kostet, bevor du sie triffst. Das halte ich für sinnvoller als sich an allgemeinen Faustregeln zu orientieren, die deinen konkreten Fall nicht kennen.

Wenn du wissen möchtest, was der Vergleich für deine Situation bedeutet: Ich bin Eduard Strekert, Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung AG in Lüdenscheid. Im Erstgespräch rechnen wir beide Systeme durch, für deinen konkreten Fall, kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Eduard Strekert ist Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG). Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Er stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar.

Passt die PKV zu deiner Situation?

Das lässt sich nur an deinem konkreten Fall beantworten. Im Erstgespräch rechnen wir beides durch, kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Lieber telefonisch? Ruf einfach an: 02351 8739712